Listenverwaltung
Double Opt-in
Double Opt-in ist ein Anmeldeverfahren in zwei Schritten. Eine Person trägt ihre E-Mail-Adresse ein und bekommt dann eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst wenn sie auf diesen Link klickt, steht sie auf Ihrer Liste.
Was ist Double Opt-in?
Double Opt-in bedeutet "doppelte Zustimmung". Eine Person meldet sich zum Beispiel für einen Newsletter an und stimmt dabei zweimal zu. Zuerst trägt sie ihre E-Mail-Adresse in ein Formular ein. Dann klickt sie auf einen Link in einer Bestätigungsmail. Erst nach diesem Klick kommt ihre Adresse auf die Liste.
Das Verfahren heißt auch Double-Opt-in-Verfahren oder kurz DOI. Es zeigt zwei Dinge. Die Person wollte den Newsletter wirklich haben. Und die E-Mail-Adresse gehört ihr, denn nur sie konnte den Link in ihrem Postfach anklicken.
Ein Beispiel: Maria meldet sich für einen Newsletter an
Die Bäckerei Krüger hat auf ihrer Website ein Formular für ihren Newsletter. So läuft die Anmeldung von Maria ab:
- Maria gibt im Formular maria@example.com ein und klickt auf "Anmelden".
- Die Website zeigt: "Fast geschafft. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse."
- Kurz danach kommt eine E-Mail mit dem Betreff "Bitte bestätigen Sie Ihre Anmeldung". Darin steht ein Button mit der Aufschrift "Anmeldung bestätigen".
- Maria klickt auf den Button. Eine Seite zeigt: "Danke, Sie sind jetzt angemeldet."
- Erst jetzt steht Marias Adresse auf der Liste. Das Newsletter-Tool speichert, wann sie sich angemeldet und wann sie bestätigt hat.
Hätte Maria sich vertippt, etwa mit maria@exmaple.com, wäre die Bestätigungsmail nie bei ihr angekommen. Die falsche Adresse wäre nie auf die Liste gekommen. Hätte eine andere Person Marias Adresse eingetragen, hätte Maria einfach nicht geklickt. Auch dann bekäme sie keinen Newsletter.
Single Opt-in und Double Opt-in im Vergleich
Beim Single Opt-in steht die Adresse sofort nach dem Absenden des Formulars auf der Liste. Es gibt keine Bestätigung. Mehr dazu unter Single Opt-in.
| Merkmal | Single Opt-in | Double Opt-in |
|---|---|---|
| Schritte für den Abonnenten | Einer: Formular absenden | Zwei: Formular absenden und Link klicken |
| Wachstum der Liste | Schneller | Langsamer, weil nicht alle bestätigen |
| Tippfehler und erfundene Adressen | Landen auf der Liste | Bleiben draußen |
| Fremde Adressen, die jemand anderes einträgt | Landen auf der Liste | Bleiben draußen |
| Spam Traps | Können auf die Liste kommen | Bleiben draußen, weil eine Falle nie bestätigt |
| Nachweis der Einwilligung | Schwach, nur der Formulareintrag | Stärker, mit dem bestätigten Klick |
Der Nachteil von Double Opt-in ist also eine kleinere Liste. Ein Teil der Menschen bestätigt nie, etwa weil die Bestätigungsmail im Spam-Ordner liegt. Dafür ist jede Adresse auf der Liste echt und gewollt.
Warum Unternehmen Double Opt-in nutzen
- Nachweis der Einwilligung. Sie können zeigen, wann und wie jemand zugestimmt hat. Das hilft, wenn sich ein Empfänger beschwert oder eine Behörde nachfragt.
- Weniger Tippfehler und falsche Adressen. Eine Adresse mit Tippfehler kann den Link nie anklicken. Sie kommt deshalb nicht auf die Liste.
- Weniger Spam Traps. Spam Traps sind Adressen, die nur dazu dienen, Absender mit schlechten Listen zu erkennen. Eine Falle klickt nie auf einen Bestätigungslink.
- Weniger Beschwerden. Wer bewusst bestätigt hat, erwartet Ihre E-Mails. Er klickt seltener auf "Spam melden".
- Schutz vor Missbrauch. Niemand kann eine fremde Adresse für Ihren Newsletter anmelden, ohne dass die Person zustimmt.
Double Opt-in in Deutschland: DSGVO und UWG
In Deutschland ist Double Opt-in der übliche Standard für Newsletter-Anmeldungen. Das hat rechtliche Gründe. Die folgenden Punkte sind eine allgemeine Übersicht und keine Rechtsberatung.
- Das UWG verlangt eine Einwilligung. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) regelt Werbung per E-Mail in § 7. Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung gilt danach grundsätzlich als unzumutbare Belästigung. Für bestehende Kunden gibt es eine eng begrenzte Ausnahme.
- Die DSGVO verlangt einen Nachweis. Nach Art. 7 Abs. 1 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) muss der Versender nachweisen können, dass die Person eingewilligt hat.
- Das Gesetz nennt Double Opt-in nicht ausdrücklich. In der Praxis ist es aber der gängige Weg, diesen Nachweis zu führen. Ein Formulareintrag allein beweist nicht, dass der Inhaber der Adresse ihn gemacht hat. Der Klick auf den Link in seinem Postfach macht das viel wahrscheinlicher.
Für den Nachweis sollten Sie diese Angaben speichern:
- den Zeitpunkt der Anmeldung,
- den Zeitpunkt der Bestätigung,
- den Text der Einwilligung, dem die Person zugestimmt hat.
Die Bestätigungsmail sollte nur die Bitte um Bestätigung enthalten. Werbung gehört nicht hinein, denn die Person hat zu diesem Zeitpunkt noch nicht zugestimmt. Bei Fragen zu Ihrem eigenen Fall hilft eine Anwältin oder ein Anwalt für Datenschutz- oder Wettbewerbsrecht.
So richten Sie Double Opt-in in Ihrem Newsletter-Tool ein
Die meisten E-Mail-Service-Provider bieten Double Opt-in an, zum Beispiel Mailchimp und Brevo. Ein E-Mail-Service-Provider ist ein Dienst, der E-Mails wie Newsletter für Sie versendet. Die Menüs sind bei jedem Anbieter anders. Die Schritte sind meist diese:
- Öffnen Sie die Einstellungen Ihrer Liste oder Ihres Anmeldeformulars.
- Schalten Sie die Option für Double Opt-in oder die Bestätigung der Anmeldung ein.
- Passen Sie die Bestätigungsmail an. Schreiben Sie klar, wer Sie sind und was die Person bekommt.
- Legen Sie die Seite fest, die nach dem Klick erscheint. Sie sollte die Anmeldung bestätigen.
- Testen Sie die Anmeldung mit Ihrer eigenen Adresse. Prüfen Sie, ob die Bestätigungsmail im Posteingang landet und nicht im Spam-Ordner.
- Prüfen Sie, ob das Tool den Zeitpunkt der Anmeldung und der Bestätigung speichert.
Personen, die nicht bestätigen, kommen nicht auf die Liste. Senden Sie ihnen keinen Newsletter.
Double Opt-in und E-Mail-Verifizierung
Double Opt-in und Verifizierung prüfen verschiedene Dinge und ergänzen sich deshalb. Eine Prüfung mit dem E-Mail-Checker schon bei der Anmeldung findet Tippfehler wie exmaple.com, bevor die Bestätigungsmail bounct, und die Person kann ihre Adresse noch auf der Seite korrigieren. Double Opt-in zeigt danach, dass die Person das Postfach besitzt und zugestimmt hat. Für ältere Listen aus der Zeit vor Double Opt-in nutzen Sie die E-Mail-Massenprüfung, damit tote Adressen nicht bouncen. So arbeiten E-Mail-Verifizierung und Double Opt-in zusammen für eine saubere Liste.
